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März 2026

Greenwashing vor dem Aus: Was die neue EU-EmpCo-Richtlinie für Unternehmen bedeutet

Greenwashing vor dem Aus: Was die neue EU-EmpCo-Richtlinie für Unternehmen bedeutet

Greenwashing könnte bald deutlich schwieriger werden. Mit der neuen EU-Richtlinie EmpCo (Empowering Consumers for the Green Transition) werden viele Nachhaltigkeits-Claims künftig stärker reguliert. Begriffe wie „klimaneutral“, „umweltfreundlich“ oder „nachhaltig“ dürfen nur noch verwendet werden, wenn sie klar belegt sind. Was das für Unternehmen und Marketing bedeutet, erklären wir im Beitrag.

Greenwashing war in den letzten Jahren ein großes Thema im Marketing. Viele Unternehmen werben mit Begriffen wie „klimaneutral“, „umweltfreundlich“ oder „nachhaltig“, ohne diese Aussagen wirklich nachvollziehbar belegen zu können.

Mit der neuen EU-Richtlinie „Empowering Consumers for the Green Transition“ (EmpCo) will die Europäische Union genau das ändern.

Die Richtlinie soll Verbraucher besser vor irreführenden Umweltversprechen schützen und Unternehmen dazu verpflichten, Nachhaltigkeits-Claims transparenter und belegbarer zu machen.


Was sich konkret ändert

Die EmpCo-Richtlinie verbietet künftig eine Reihe von Marketingpraktiken, die bisher häufig genutzt wurden.

Dazu gehören zum Beispiel:

  • allgemeine Umweltversprechen ohne konkrete Belege

  • eigene Nachhaltigkeitssiegel ohne unabhängige Zertifizierung

  • Aussagen über Klimaneutralität, die ausschließlich auf Kompensationsmaßnahmen beruhen

  • Werbung mit „umweltfreundlich“, „grün“ oder „nachhaltig“, ohne nachvollziehbare Nachweise

Unternehmen müssen künftig deutlich genauer darlegen können, warum ein Produkt oder eine Dienstleistung tatsächlich nachhaltiger ist.


Umsetzung ab 2026

Die Richtlinie wurde bereits auf EU-Ebene beschlossen.
Bis 2026 müssen die Mitgliedstaaten sie in nationales Recht umsetzen.

In Deutschland wird das vermutlich über Anpassungen im Wettbewerbsrecht und Verbraucherschutz umgesetzt.

Das bedeutet:
Viele Marketingaussagen, die heute noch problemlos genutzt werden, könnten künftig abmahnfähig oder sogar verboten sein.


Warum das für Unternehmen wichtig ist

Die EmpCo-Richtlinie betrifft nicht nur große Konzerne. Auch kleine und mittelständische Unternehmen müssen künftig vorsichtiger mit Nachhaltigkeitsversprechen umgehen.

Besonders betroffen sind Branchen wie:

  • E-Commerce

  • Konsumgüter

  • Lebensmittel

  • Mode

  • Energie und Mobilität

Wer Nachhaltigkeit kommunizieren möchte, muss künftig sicherstellen, dass diese Aussagen messbar, überprüfbar und nachvollziehbar sind.


Chance statt Risiko

Auch wenn neue Regeln zunächst nach mehr Bürokratie klingen, können sie langfristig sogar Vorteile bringen.

Unternehmen, die wirklich nachhaltig arbeiten, profitieren davon, weil:

  • Vertrauen bei Kunden steigt

  • Greenwashing schwieriger wird

  • echte Nachhaltigkeit stärker sichtbar wird

Die Richtlinie sorgt also nicht nur für strengere Regeln, sondern auch für mehr Transparenz im Markt.


Fazit

Die EmpCo-Richtlinie wird Marketing rund um Nachhaltigkeit deutlich verändern.

Unternehmen sollten sich frühzeitig damit beschäftigen, welche Aussagen sie verwenden und ob diese ausreichend belegt werden können.

Denn eines ist klar:
Greenwashing wird in Zukunft deutlich schwieriger.

Und das ist am Ende wahrscheinlich im Interesse aller – Unternehmen, Verbraucher und Umwelt.